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Eckpunkte einer Qualifizierungsmaßnahme
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Allgemein
Smilie Eckpunkte der Qualifizierungsmaßnahmen -
Schulsekretariate und Schulhausmeister

Eckpunkte einer Qualifizierungsmaßnahme

zur Vorbereitung auf die Prüfungen mit den Abschlüssen
Geprüfte Gebäudemanagerin an Schulen/Geprüfter Gebäudemanager an Schulen

I. Argumente für den Qualifizierungsbedarf
und rechtliche Rahmenbedingungen

Die Arbeitsbedingungen, unter denen Schulhaus-meisterinnen und Schulhausmeister ihre Arbeit
verrichten, sind von einer Vielzahl von Faktoren
abhängig und fallen von daher sehr unterschied-
lich aus. So besteht beispielsweise bislang keine
einheitliche Regelung in Bezug auf die Arbeitsver-
träge, die sich bundesweit unterschiedlich aus-
gestalten, abhängig von den jeweils zugrunde-
liegenden regional gebundenen Tarifverträgen.

Faktoren, die weiterhin ausschlaggebend sind für
Art und Umfang der Arbeitstätigkeiten betreffen
beispielsweise den Typ und die Größe der Schule,
die Anzahl der neben dem Hauptschulgebäude zu
betreuenden Nebengebäude und Außenanlagen,
den Standort des Gebäudes (Stadtkern, Wohn-
gebiet oder Stadtrandgebiet), den Ausländeranteil
und die ethnische Gesamtstruktur der Schule
(Schülerschaft und Lehrkörper) sowie die Akzep-
tanz der Schulhausmeisterin/des Schulhausmeisters
im Kooperationsgefüge Schule.

Insbesondere sind auf die gestiegenen Anforderun-
gen an die so genannten „soft skills" und die
sozialen Kompetenzen der Schulhausmeisterin/
des Schulhausmeisters hinzuweisen. Komplemen-
tärkompetenzen in dem Arbeitsgefüge mit Leh-
rern, Erziehern und Schulleitung werden zuneh-
mend wichtiger.

Im Hinblick auf die sehr enge Zusammenarbeit mit
Schulleitung, stellvertretender Schulleitung, dem
Lehrkörper, Eltern und Schülern sowie Handwer-
kern aus den unterschiedlichsten Gewerken wird
von den Schulhausmeisterinnen und Schulhaus-
meistern eine besonders hohe Team- und Koope- rationsbereitschaft und -fähigkeit gefordert,
ebenso wie ausgeprägte soziale Kompetenzen
und Kommunikationsfähigkeit. Sowohl eine hohe
Motivation, Eigeninitiative als auch Solidarität im
Kollegenumfeld sind wichtige Voraussetzungen,
ohne die ein reibungsloser Schulablauf kaum
mehr möglich ist.

Die Bundesfachgruppe Schulen hat sich nach
langen Diskussionen dafür entschieden, dass die
erworbenen beruflichen Befähigungen mit einer Fortbildungsprüfung vor einem Prüfungsausschuss
der zuständigen Stelle nach Berufsbildungsgesetz
(BBiG) nachgewiesen werden sollen.

Zuständige Stellen im Geltungsbereich des BBiG
regeln (§ 9) und überwachen (§ 76) die Durch-
führung der Berufsausbildung und führen das
Prüfungswesen durch (§ 37).

Sie errichtet einen Berufsbildungsausschuss. Ihm
gehören je sechs Beauftragte der Arbeitgeber,
der Arbeitnehmer und sechs Lehrkräfte an berufs-
bildenden Schulen, diese mit beratender Stimme,
an (§ 77 Abs. 1).

Diese Beauftragten werden nach Vorschlag der
Berechtigten berufen (§ 77 Abs. 2).

Der Berufsbildungsausschuss ist in allen wichtigen Angelegenheiten der beruflichen Bildung zu unter-
richten und zu hören (§ 77 Abs. 1).

Er hat die auf Grund des Gesetzes von der zustän-
digen Stelle zu erlassenden Rechtsvorschriften für
die Durchführung der Berufsbildung zu beschlie-
ßen (§ 79 Abs. 4).

Durch die Gestaltung der Rechte des Berufsbil-
dungsausschusses ist dieser zentrales Beratungs-
und Beschlussorgan der zuständigen Stellen.

Zum Nachweis von Kenntnissen, Fertigkeiten und
Erfahrungen, die durch berufliche Fortbildung
erworben sind, kann die zuständige Stelle Prüfun-
gen durchführen. Sie regelt den Inhalt, das Ziel,
die Anforderungen, das Verfahren dieser Prüfun-
gen, die Zulassungsvoraussetzungen und errichtet Prüfungsausschüsse (§ 54).

Die Vorschriften über die Zusammensetzung und
die Berufung der Mitglieder der Prüfungsaus-
schüsse, den Vorsitz, die Beschlussfähigkeit gelten
durch die Verweisung in § 56 Abs. 1 auch für die
Fortbildungsprüfungen.

Die nach § 54 den zuständigen Stellen zugewiese-
ne Kompetenz bezieht sich auf die Abnahme der
Prüfungen und nicht auf die Qualifizierungsmaß-
nahme zur Vorbereitung auf die Prüfung oder auf
Anforderungen an die Fortbildungsstätte.

Die Mitglieder der Prüfungsausschüsse werden
auf Vorschlag der Berechtigten von der zuständi-
gen Stelle berufen. Sie müssen aus mindestens
drei Mitgliedern bestehen (§ 56 Abs. 1) und
Beauftragte der Arbeitgeber und Arbeitnehmer in
gleicher Anzahl sowie mindestens eine Lehrkraft
einer berufsbildenden Schule angehören. Min-
destens zwei Drittel der Gesamtzahl der Mitglieder
müssen Beauftragte der Arbeitgeber und der
Arbeitnehmer sein (§ 40 Abs. 2).

Der von der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft
vorgelegte Entwurf einer Rechtsvorschrift nach
§ 54 BBiG ist darauf gerichtet, eine Beschlussfas-
sung bei den zuständigen Stellen der Wirtschaft
und des öffentlichen Dienstes herbeizuführen.
II. Eckpunkte einer Qualifizierungsmaßnahme
zur Vorbereitung auf die Prüfungen mit den
Abschlüssen Geprüfter Gebäudemanager/
Geprüfte Gebäudemanagerin für Schulen

Ausgangspunkt der Qualifizierungsmaßnahme ist
das in § 1 Abs. 2 der Rechtsvorschrift definierte
Funktionsbild.

Danach wird mit der Fortbildungsprüfung festge-
stellt, dass der/die Prüfungsteilnehmer/-in befähigt
ist, in schulträgerbezogenen und schulorganisato-
rischen Angelegenheiten Aufgaben eigenständig
und verantwortlich wahrzunehmen.

Diese Feststellung bezieht sich auf folgende
Kompetenzen:
a) Gewährleistung des funktionalen Betriebs
der Schule
b) Steuerung der objektbezogenen Prozesse
c) Steuerung der technischen Betriebsmittel
d) Akquirieren und Bewerten von Angeboten
und Vergabe von Aufträgen
e) Beherrschen der Vorgänge des
Rechnungswesens
f) Organisation der Betriebsabläufe, Planen,
Steuern, Durchführen und Kontrollieren
g) Sach- und situationsgerechte Kommunikation
mit in- und externen Partnern des Schulbetriebs

Aus diesem Funktionsbild wurde eine
Prüfungsstruktur mit folgenden Prüfungs-
bereichen entwickelt:
a) Technik
b) Rechnungswesen, Haushalts- und Vergaberecht
c) Organisation
d) Projektarbeit
Die nach den Ziffern a) bis d) abgelegte Prüfung
führt zum anerkannten Abschluss Geprüfte Ge-
bäudemanagerin an Schulen/Geprüfter Gebäude-
manager an Schulen.

Auf der Grundlage des Funktionsbildes und der
daraus abgeleiteten Prüfungsstruktur wurden
Eckpunkte für eine Qualifizierungsmaßnahme ent-
wickelt.
Diese Eckpunkte gliedern sich in:
a) Objektbezogene Steuerungsprozesse,
b) optimale Nutzung der technischen Systeme,
c) Funktionsweisen der technischen Anlagen,
d) Haushalts- und Rechnungswesen, Vergaberecht
und
e) Organisation

Der Gesamtstundenansatz für die Qualifizierungs-
maßnahme beträgt ca. 400 Stunden.

a) Objektbezogene Steuerungsprozesse (40 Stunden)

Nachzuweisende Befähigung
Grundlagen der Bauphysik beherrschen
- Grundlagen der Statik
- Maßnahmen der Raumnutzungsänderung

Schäden bei bauphysikalischen Prozessen
erkennen und beurteilen
Objektbezogene Maßnahmen aufgrund
Nutzerverhalten durchführen
Objektbezogene Maßnahmen aufgrund
Nutzeranforderungen durchführen
Wirkung sonstiger externer Faktoren einschätzen

Technische Regeln und rechtliche Vorgaben bei
technischen Veränderungsprozessen einhalten
Zugeordnete Fachinhalte
Gebäudetypen (Mehrgeschosser mit speziellen
Formen, Fenster, Erker, architektonische
Besonderheiten und Baustile)
Unterschiedliche Gebäudetypen bringen
unterschiedliche Anforderungen an den
Gebäudemanager hervor
Bauarten (technische Umsetzung der architekto-
nischen Vorgaben wie z. B. mehrgliedrige Bauten)
Materialarten (Ziegel, Holz, Beton, Glas, Stahl,
Trockenbau)

Traglasten, Zuglasten
vorbereitender Prozess
(Anträge, Bekanntmachung)
natürlicher Verschleiß, Witterungseinflüsse,
falsches Nutzerverhalten
Graffiti, Fußböden, Treppen, Fenster, Aufgänge,
Toiletten, Zäune, Grünanlagen
Spezielle Angebote (z. B. Töpferkurse,
Veranstaltungen unterschiedlichster Art)
Unwetter, Schneelast, Hagel, Sturm, Blitz,
Feuer in benachbarten Gebäuden
die berufsspezifischen Unfallverhütungsvor-
schriften, die Vorschriften der Gemeindeunfall-
versicherung und der Berufsgenossenschaft




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